AVALON, Kirchberg, (L)Avalon
WL Woltähr 12 / 2010

Sie stand urplötzlich, wie aus heiterem Himmel
angeschneit, an der Bushaltestelle,
die AVALON heisst – ein Rauschgoldengel
in luftigem Kleid, abflugbereit:
Ginevra, Genoveva, Gwenhyfair,
die auf dem Mondlicht Schlitten fährt
oder reitet – auf ihrem Steckenpferd –
und mit dem Bus in der Stadt verkehrt

Avalon, Insel im Nebelmeer – von
Luxemburg-Stadt – Ist lange her, dass der
Mond hier weiblich war + fair – dass der
Mond hier weiblich war + fairly fair

Da stand sie also an der Haltestelle,
wie hingeschneit, und auf die Schnelle
war nicht mit ihr so einfach ins
Gespräch zu kommen – aber dann ging’s:
Mit den zwei Vögelchen im Schnee,
denen ich noch einen letzten Keks
zuwarf, als sie mir n erstes sattes
Lächeln zugeworfen hat –

Avalon, Insel im Nebelmeer – von
Luxemburg-Stadt – Ist lange her, dass der
Mond hier weiblich war + fair – dass der
Mond hier weiblich war + fairly fair

So stand sie bei mir im Bus in die Stadt
Die noch keiner so richtig gesehen hat
Atlantis? Nein, Felder, Obstbäume dann
mit Äpfeln, Birnen und Kirschen dran. Wann
wirst du mich lieben? Wann werd‘ ich dich kriegen?
Gehn wir zu mir oder – Wo ist denn bei dir? –
Zum Fliegen bereit? Ist Abflugzeit? Was
hält die Liebe für uns bereit?

Avalon, Insel im Nebelmeer – von
Luxemburg-Stadt – Ist lange her, dass der
Mond hier weiblich war + fair – dass der
Mond hier weiblich war + fairly fair