Le vent nous portera, NOIR DESIR
Der Wind, der uns doch trägt (dt. v. WL)

Je n’ai pas peur de la route
Faudrait voir, faut qu’on y goûte
Des méandres au creux des reins
Et tout ira bien là: Le vent l‘emportera

Ich fürchtete nie die Straße
Sie ruft nach mir und ich raste
schon auf so vielen davon, es tut
auch immer wieder gut – denn
Der Wind trägt mich davon

Dein Brief an die Große Bärin
Die Flugkurve der Akteurin
In Samt und Seide und Velours
Wem’s auch immer guttut
Der Wind trägt es davon

Alles geht zu Ende
Der Wind trägt uns jedoch
Tout disparaîtra, mais
Le vent nous portera

Die Zärtlichkeiten, die Schießeisen
Die Wunden, die immer noch beißen
Der Beigeschmack von damals noch
Von gestern und heut früh
Der Wind verträgt auch das!

Genetik, Ethik, Arithmetik
Und Chromosomen im All, Athletik
Ein Taxi in die Galaxie
Ein fliegender Teppich wie
Der Wind, der uns doch trägt

Alles kommt zu Ende
Der Wind trägt uns jedoch
Tout disparaîtra, mais
Le vent nous portera

Der Duft von schnell vergang’nen Jahren
Wer oder was zieht dich an den Haaren?
Dein Schicksal? Liegt in’m Stein aus Quarz
Man setzt auf Rot und es wird Schwarz
Der Wind verweht es doch

Und während überall die Flut steigt
Und jeder bald seine Bilanz zeigt
Legt sich auf meinen Schattenwurf ein
Hauch von Staub von dir noch
Der Wind nimmt ihn mit fort

Alles hat ein Ende
Der Wind trägt uns jedoch
Tout disparaîtra, mais
Le vent nous portera

Alles hat ein Ende
Der Wind trägt uns aber doch

Eine ganz andere Nachdichtung des Lieds
gibt es inzwischen von dem Kollegen Felix Meyer,
CD "von engeln und schweinen" (2010), Titel:
"Der Wind trägt uns davon", s. auch YouTube.